Russland verfügt über ein komplettes System für den elektronischen Rechnungsaustausch

Die Einführung der elektronischen Rechnung in Russland ist insbesondere in Sektoren wie Retail, Pharmazeutik oder Automobilindustrie erwähnenswert. Große und mittelständische Unternehmen setzen immer mehr auf ein System, das einige Einschränkungen fordert, wie beispielsweise die Verwendung von in russischer Sprache etiquettierten XML-Standards, die Notwendigkeit lokaler Provider für die Übermittlung der Dokumente oder die Integration mit der russischen Steuerbehörde durch den Austausch unterschiedlicher ACKs.

Verbindlichkeit

Die elektronische Rechnung ist nicht obligatorisch, sondern kann durch eine Vereinbarung zwischen Aussteller und Empfänger frei gewählt werden.

Erforderliche administrative Formalitäten

Die Unternehmen müssen den Service eines autorisierten EDI-Betreibers in Anspruch nehmen und über ein digitales Zertifikat, das von einer russischen Zertifikationsstelle ausgestellt wird, verfügen.

Elektronische Signatur

Alle Rechnungen müssen durch ein von der russischen Zertifizierungsbehörde ausgestelltes Zertifikat und ein eigenes System zur Generation der elektronischen Signatur signiert werden.

Format

Die elektronische Rechnung wird in Russland über eine von der Steuerbehörde genormte strukturierte XML-Datei mit russischen Etiquetten generiert.

Steuerkontrolle

Die Ausstellung von Rechnungen muss über autorisierte Betreiber erfolgen. Das russische System verlangt den Austausch verschiedener Empfangsbestätigungen zwischen den Betreibern, die regelmäßig von der russischen Steuerbehörde überprüft werden.
Im russischen System ist die elektronische Bescheinigung der kompletten Geschäftsbeziehung durch folgende Dokumente erforderlich:
  • Vertrag
  • Zertifizierter Lieferschein oder Protokoll der Dienstleistungen
  • Rechnung
  • Von den autorisierten Betreibern ausgetauschte Empfangsbestätigungen

Aufbewahrung

Die Archivierung ist Verantwortung des autorisierten Betreibers und ist sowohl für die ausgestellten als auch für die empfangenen Dokumente für einen Zeitraum von mindestens 4 Jahren verpflichtend vorgeschrieben.

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