Neuheiten für 2019 im Bereich der elektronischen Rechnung in Europa

Neuheiten für 2019 im Bereich der elektronischen Rechnung in Europa

16/11/2018

Im Rahmen der Strategie des Digital Single Market und der unaufhaltsamen digitalen Umwandlung haben unterschiedliche europäische Länder verschiedene elektronische Strategien für 2019 entwickelt, um die digitale Rechnungsstellung zu ermöglichen.

Wir sehen uns anschließend die wichtigsten Neuheiten an, an die sich Unternehmen anpassen werden müssen.

1. Die Richtlinie 2014/55/EU über die elektronische Rechnungsstellung bei öffentlichen Aufträgen tritt am 18. April 2019 in Kraft. Das bedeutet, dass alle öffentlichen Verwaltungsstellen innerhalb der Europäischen Union ab diesem Datum fähig sein müssen, Rechnungen von ihren Auftragnehmern im elektronischen Format gemäß den vom CEN anerkannten europäischen Standards entgegenzunehmen: XML der UN/CEFACT und UBL. Manche Länder haben eigene nationale Plattformen entwickelt, um den Empfang der Rechnungen der Lieferanten zu zentralisieren. Andere wiederum haben sich für die Nutzung des europäischen PEPPOL-Netzes entschieden, um Rechnungen im B2G-Bereich auszutauschen.

2. Italien. Obligatorische elektronische Rechnungsstellung für alle Unternehmen in Italien ab 1. Januar 2019. Die italienische Gesetzgebung verpflichtet italienische Unternehmen im Legge di Bilancio 2018 ab diesem Datum dazu, digitale Rechnungen über das SdI (Sistema di Intercambio) im FatturaPA XML-Format zu senden und zu empfangen.

3. Portugal. Ab 2019 wird die E-Rechnungsstellung an die öffentlichen Verwaltungseinrichtungen in Portugal (zentrale, regionale und unternehmerische Einrichtungen) obligatorisch eingeführt. Die portugiesische Lösung für den E-Rechnungsaustausch mit der öffentlichen Verwaltung erfolgt über das dafür eingerichtete Portal der ESPAP (Entidade de Serviços Partilhados da Administração Pública). Obligatorische Dokumente sind Rechnungen, Gutschriften und Lastschriften im Format UBL 2.1. Die Verbindung erfolgt durch AS2-Protokoll oder Web Services. Die elektronischen Dokumente müssen sowohl vom Aussteller als auch vom Empfänger über einen Zeitraum von 10 Jahren aufbewahrt werden.

4. Polen. Die polnische Regierung ist dabei, eine zentrale Plattform für elektronische Rechnungen  (PeF) zu entwickeln, ähnlich wie sie bereits in Ländern wie Spanien oder Frankreich existiert. Diese Plattform wird ab April 2019 zur Verfügung stehen. Durch diese Plattform werden dann die Rechnungen an die öffentliche Verwaltung im PEPPOL-Format über PEPPOL Access Points übermittelt.

5. Schweden. Ab April 2019 ist hier die elektronische B2G-Rechnung obligatorisch. Die öffentlichen Verwaltungsbehörden werden nur noch elektronische Rechnungen, bevorzugt im PEPPOL-Format, entgegennehmen. Trotzdem wird das nationale Format Svefaktura ebenfalls akzeptiert. Ab November 2019 müssen alle öffentlichen Verwaltungseinrichtungen bei PEPPOL registriert sein und sind dazu verpflichtet, elektronische Rechnungen zu empfangen. Das bedeutet, dass jede öffentliche Verwaltungsstelle Schwedens mit dem PEPPOL Access Point verbunden sein wird.

6. Norwegen. Ab 1. Januar 2019 ist auch hier die elektronische B2G-Rechnung obligatorisch. Es werden die Formate EHF Invoice und Credit Note 3 akzeptiert, die auf das europäische Format PEPPOL 3 basieren. Die Einführung dieser Version erfolgt am 15. November, damit alle Betroffenen ihre Schemen der E-Rechnung an die definierten Anforderungen anpassen können.

Öffentliches Auftragswesen im Gesundheitsbereich innerhalb der Europäischen Union

National Health Service (NHS) in Großbritannien. Auch für die Einführung des e-Procurement im National Health Service (NHS) gibt es 2019 verschiedene Schlüsseltermine. Die elektronische Auftragsvergebung an alle Lieferanten des NHS erfolgt über internationale Standards, um die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Systemen zu erleichtern. In diesem Sinne erfordert die e-Procurement Strategy obligatorisch zwei internationale Standards: GS1 und PEPPOL.

In diesem Rahmen müssen 2019 von den Lieferanten im Zusammenhang mit GDSN und PEPPOL folgende Termine berücksichtigt werden:

  • 31. März 2019: Alle Einheiten müssen durch eine Arzneimittelkennziffer mit 14 Ziffern (GTIN) identifiziert werden.
  • 31. März 2019: Elektronische Rechnungen werden an das NHS über den Access Point übermittelt.
  • 30. September 2019: Bestellungen werden dem GS1-System entsprechend mit der jeweiligen Artikelnummer (Global Trade International Number- GTIN) und den Lieferantencodes (Global Location Number -GLN) über den Access point des NHS abgewickelt.

Wie können diese Anforderungen mit der EDICOM Plattform erfüllt werden?

Lösung 1: Zertifizierter EDICOM PEPPOL Access Point zum Austausch elektronischer Dokumente zwischen Privatunternehmen und öffentlichen Verwaltungen aller europäischer Länder.

Der Zugang zum PEPPOL-Netz erfolgt über sogenannte Access Points (AP). Es handelt sich dabei um von der Organisation OpenPEPPOL zertifizierte Zugangspunkte, die Protokolle und Formate standardisierter Dokumente verwenden und Algorithmen für die elektronische Signatur der Dokumente einsetzen. Darüber hinaus werden die Dateien über diese Access Points übermittelt und empfangen. Dabei wird das AS2 Protokoll verwendet, um die Authentizität, Vertraulichkeit, Integrität, Akzeptanz und Sicherheit der Information zu garantieren. Die Infrastruktur von EDICOM ermöglicht den Zugang zu unserem AS2 Server.

Die EDICOM Plattform funktioniert automatisch über das PEPPOL-Netzwerk. Es handelt sich um eine in das ERP oder firmeneigene Managementsystem des Unternehmens integrierte Lösung, welche die Daten auf für den Nutzer transparente Weise in den geforderten Standard umwandelt.

Zu den wichtigsten Vorteilen eines globalen Providers wie EDICOM zählt die Möglichkeit, alle elektronischen Kommunikationen zu zentralisieren, auch wenn das Unternehmen in verschiedenen Ländern aktiv ist. Auf diese Weise kann beispielsweise ein italienisches Unternehmen an elektronischen öffentlichen Ausschreibungen in Spanien, Frankreich oder anderen europäischen Staaten teilnehmen, indem es eine einzige Lösung verwendet.

Lösung 2: Das Mehrwertnetz von EDICOM mit dem Namen EDICOMNet integriert auch einen HUB für die öffentliche Verwaltung, der die direkte Verbindung mit öffentlichen Organismen und nationalen Plattformen, mit denen diese operieren, garantiert.

EDICOM verfügt über ein Konnektivitätszentrum, das die Verbindung zu allen öffentlichen, lokalen, regionalen, nationalen oder europäischen Organismen ermöglicht. Dies erfolgt in der Regel über WebServices. Dieser HUB macht für Unternehmen komplexe Prozesse wie die Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit jeder einzelnen Verwaltungsstelle einfach.

Die Plattform stellt einen bidirektionalen Kommunikationskanal zur Verfügung, der die Automatisierung des Rechnungsversands und des Empfangs der Statusantworten, die wertvolle Informationen über den Lebenszyklus der Rechnungen liefern, ermöglicht.

e-Invoicing developments for 2019 in Europe

Plattform für e-Rechnungen

Eine umfassende Lösung, welche die Ausstellung von elektronischen Rechnungen in allen Ländern der Welt ermöglicht.

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