Die mexikanische Steuerbehörde SAT bereitet eine wichtige Weiterentwicklung des E-Rechnungssystems CFDI vor

Die mexikanische Steuerbehörde SAT bereitet eine wichtige Weiterentwicklung des E-Rechnungssystems CFDI vor

23/11/2016

Die mexikanische Steuerbehörde SAT (Servicio de Administración Tributaria) wird das Schema der E-Rechnung, die CFDI (Comprobante Fiscal Digital por Internet) genannt wird, 2017 der Version 3.3 anpassen, das aktuelle Modell und die neue Version werden jedoch eine Zeit lang koexistieren, um den millionenfachen mexikanischen Steuerzahlern, die in der Aktualität elektronische Rechnungen ausstellen, die Umstellung auf das neue Format zu erleichtern..




Die mexikanische Steuerbehörde Servicio de Administración Tributaria (SAT) hat bereits im Jahre 2015 mit der Ausarbeitung der Definition für die Version 3.3 des Schemas für den CDFI begonnen. Diese neue Version wird ab dem Einführungsjahr 2017 wichtige Veränderungen hinsichtlich des Formats der E-Rechnungen in Mexiko mit sich bringen. Anfangs soll die aktuelle Version CFDI 3.2 jedoch noch eine Zeit lang mit dem neuen Format weiter existieren, um die Anpassung an das neue Schema zu erleichtern.

Die mexikanische Steuerbehörde bezweckt mit diesen Veränderungen, die Nutzungserfahrung der E-Rechnung zu verbessern und verschiedene Ineffizienzen, die seit dem Beginn des CFDI-Projektes festgestellt wurden, zu beheben. Einer dieser Mängel ist die fehlende Einheit bei einigen Feldern, die zu einer eigenwilligen Auslegung der Daten führen. Darüber hinaus sind manche Validierungen bei bestimmten Aspekten der elektronischen CFDI-Rechnung unpräzise.


Auf dem Weg zur Version CFDI 3.3

Unabhängig von der Veröffentlichung der definitven Version CFDI 3.3 hat die SAT bereits wichtige Veränderungen vorweggenommen, die bereis in die Version 3.2 aufgenommen wurden. Dies ist beispielsweise beim “Katalog der Zahlungsformen” der Fall, der seit dem vergangenen Juli gesetzlich vorgeschrieben ist, um Interpretationsfehler in diesem Feld des CFDI zu vermeiden.

Es konnten auch Fortschritte im Zusammenhang mit der Modernisierung und Steuerkontrolle der Exporte durch ein Zusatzdokument für den Außenhandel, das “Complemento de Comercio Exterior”, erzielt werden, das ab Januar 2017 obligatorisch ist. Ein weiteres Zusatzfeld, das dieses Jahr implementiert wurde, ist das “Complemento INE” für den CFDI, das seit 1. Mai für alle an mexikanische Politikparteien und Bürgervereinigungen ausgestellten Rechnungen verpflichtend ist.

Unabhängig von diesen Fortschritten betrachtet der CFDI 3.3 zahlreiche Veränderungen, unter denen folgende hervorzuheben sind:

  • Verwendung neuer Validierungsregeln bezüglich der Daten.
  • Automatische Identifizierung der Anzahl der verschiedenen Beitragssysteme, die mit einem Steuerzahler assoziiert werden.
  • Einmalige Erfassung der Postleitzahl des Ausstellers und automatische Registrierung des Datums.
  • Überprüfung der Existenz im Steuerzahlerregister (RFC - Registro Federal de Contribuyentes) durch eine autorisierte Zertifizierungsstelle (PAC - Proveedor Autorizado de Certificación) und Verifizierung über die SAT-Datenbank. Sollte der Steuerzahler nicht existieren, wird die Rechnung nicht zertifiziert und hat keine steuerrechtliche Gültigkeit.
  • Homologation des Verfahrens zur Berechnung des Betrags und für Rundungen.
  • Mechanismen zur semantischen und syntaktischen Validierung der Steuern.
  • Verwendung von bis zu 23 internationalen Katalogen, um die Information bestimmter Felder zu verkürzen. Dies erfolgt nach dem Beispiel der für die Zahlungsmethoden angewandten Veränderungen.
  • Die vorhandene Information wird im Prozess der Rechnungsbearbeitung integriert, sodass bei der Steuererklärung Informationen für verschiedene Felder aus den Daten, die in den SAT- und PAC-Systemen registriert sind, entnommen werden können.
  • Die CFDI-Gehaltsabrechnung und der Zahlungsbeleg differenzieren sich von der Rechnung.

Vorteile der Aktualisierung

Die Steuerbehörde SAT entwickelt das neue Schema für E-Rechnungen in Zusammenarbeit mit einigen der wichtigsten PACs in Mexiko, zu denen auch EDICOM zählt, die ihre Sichtweise und Erfahrung beisteuern, um die Erfüllung der Steuervorschriften zu vereinfachen. Wie bereits bei vorhergehenden Aktualisierungen ist auch hier das Ziel, den CFDI zu modernisieren und Maßnahmen für eine papierlose Verwaltung zu fördern, die in den Beziehungen der Steuerzahler mit der Steuerbehörde zu 100% elektronisch abgewickelt wird.

Die neuen Validierungssyteme werden die Kontrolle von inkonsistenten Daten und Berechnungen der Beträge minimieren. Der Katalog der Möglichkeiten, auf den die in manchen Feldern eingetragenen Daten basieren, verhindert fehlerhafte Auslegungen dieser Information und erleichtert die Integration dieser Dokumente in interne Managementsysteme.

Diese Vorteile erleichtern auch die Verwaltung durch die Steuerbehörden, da Kontrollaufgaben vereinfacht werden, was die schnellere und effizientere Durchführung von elektronischen Prüfungen ermöglicht.

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