Die elektronische Rechnung in Peru

Die elektronische Rechnung in Peru

12/09/2018

Peru ist eines jener Länder, indem das in Lateinamerika am meisten verbreitete E-Rechnungsmodell verwendet wird. Am 1. Juli 2018 trat die Version 2.1 des elektronischen Zahlungsbelegs in Kraft, wobei verschiedene Veränderungen bei den Rechnungsfeldern eingeführt wurden. Darüber hinaus wurden auch optionale Felder bei Gut- und Lastschriften eingeführt.

Die SUNAT geht davon aus, dass rund 118.000 Unternehmen bereits elektronische Rechnungen ausstellen und diese Zahl soll bis Ende des Jahres 2018 auf 230.000 ausgeweitet werden. Die nationale Aufsichtsbehörde der Zoll- und Steuerverwaltung von Peru (SUNAT) informiert, dass 2018 zwischen 230.000 und 300.000 Steuerzahler obligatorisch elektronische Zahlungsbelege (Comprobante de pago electrónico/CPE) auszustellen haben, was über 90% der Steuereinnahmen ausmacht. Die letzten in der Reihe, die obligatorisch elektronische Zahlungsbelege auszustellen haben, sind: Kreditdienstleistungsunternehmen, Produktionsunternehmen, Baufirmen, Hotels und Restaurants, sowie Steuerzahler mit einem bestimmten Rechnungsvolumen.

Chronogramm 2019: Einführung der elektronischen Rechnung

Die Resolution 044/2019 / SUNAT ändert die Auflösung 239-2018 / SUNAT, in dem festgelegt wird, dass die von der SUNAT bestimmten oder freiwilligen elektronischen Aussteller im SEE-System zwingend auf die Modelle SEE-OSE und/oder SEE-SOL umzustellen haben. Die dafür vorgesehenen Fristen sind:

  • 1. Juli 2019: Elektronische Rechnungssteller, die am 31. Dezember 2018 in die Kategorien Hauptzahler, Abzugsverpflichtete oder Empfänger der Allgemeinen Verkaufssteuer fallen.
  • Unternehmen, die seit 1. Januar 2019 gleichzeitig elektronische Rechnungsaussteller und Hauptzahler, Abzugsverpflichtete oder Emfpänger der Allgemeinen Verkaufssteuer sind, haben ab dem ersten Kalendertag des vierten Monats nach Erfüllung dieser Kriterien verpflichtend elektronische Rechnungen (CPE) auszustellen.

Der Beschluss 312-2018/SUNAT ist eine Überarbeitung des Beschlusses 318-2017/SUNAT, wobei die Fristen für die obligatorische Einführung der elektronischen Rechnung abgeändert wurden:

  • 1. Juli 2019: Unternehmen des Finanz- und Versicherungssektors und  Genossenschaftsbanken, denen keine öffentlichen Mittel genehmigt werden, die von der Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherungen und Verwalter Privater Pensionsfonds kontrolliert werden und verkaufssteuerpflichtige Operationen tätigen.

1. Januar 2020: Alle Operationen von Verwaltern Privater Pensionsfonds, Bildungseinrichtungen gemäß Artikel 67 des Allgemeinen Bildungsgesetzes (Ley General de Educación), Technischen Zentren für Fahrzeugprüfung gemäß Punkt 4.1 des Artikels 4 der Nationalen Verordnung für Fahrzeugprüfung (Reglamento Nacional de Inspecciones Técnicas Vehiculares), Dienstleistungsunternehmen im Bereich des öffentlichen Personenlandverkehrs innerhalb der nationalen Grenzen, Dienstleistungsunternehmen im Bereich des öffentlichen Personenbahnverkehrs, Dienstleistungsunternehmen im Bereich des Wassergüterverkehrs auf nationalem Gebiet (Seefracht, Binnentransport), Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Luftfracht innerhalb nationaler Grenzen, Dienstleistungsunternehmen im Bereich des außergewöhnlichen Passagierluftverkehrs und/oder des nicht regulären Passagierluftverkehrs.

Chronogramm 2018

Seit Juli stellen Kreditdienstleistungsunternehmen elektronische Zahlungsbelege aus. Dazu gehören beispielsweise Banken, Kooperativen, Sparkassen und Kreditvereine. Außerdem werden alle Warenausfuhren und Kaufabrechnungen elektronisch abgewickelt.

Im August haben 13.800 Unternehmen die elektronische Rechnung gemäß Beschluss R.S.N. 155-2017/SUNAT implementiert. Auch Produktionsunternehmen, Baufirmen, Hotels und Restaurants mit Einnahmen ab 150 UIT (Unidad Impositiva Tributaria) im Jahre 2017 (607.500 Sol) sind dazu verpflichtet.

Im November werden schließlich auch jene Steuerzahler dieses System implementieren, die am 31. Dezember 2016 Einnahmen im Wert von 150 UIT (das waren 2016 592.500 Sol) oder mehr aufwiesen. Darüber hinaus werden Steuerzahler integriert, die am 31. Dezember 2017 mindestens 150 UIT (das waren 2017 607.500 Sol) oder höhere Einnahmen verzeichneten. Zusätzlich haben 54.703 in der Liste des zuvor genannten Beschlusses erwähnte Unternehmen das System obligatorisch einzuführen.

Die ab 2018 freiwilligen Rechnungsaussteller sind ebenfalls dazu verpflichtet, ab dem Tag 1 des sechsten Monats nach der freiwilligen Einschreibung auf den elektronischen Zahlungsbeleg (CPE) umzustellen.

Seit 1. September stellen rund 150.000 Steuerzahler obligatorisch elektronische Zahlungsbelege aus. Ab diesem Datum verwenden diese Unternehmen keine gedruckten Zahlungsbelege (Rechnungen, Tickets, Gut- und Lastschriften und Empfangsbestätigungen) mehr, da ab September das neue Genehmigungsverfahren für die Ausstellung von Druckrechnungen in Sonderfällen gültig ist.

Doch jene Steuerzahler, die nicht in der Lage sind, elektronische Zahlungsbelege auszustellen, können weiterhin gedruckte Rechnungen verwenden, solange diese den Sonderregelungen entsprechen, die ab 1. September gültig sind. Die SUNAT genehmigt eine Höchstzahl von gedruckten Zahlungsbelegen, die in Sonderfällen bis zu 10% des monatlichen Durchschnitts der in den letzten sechs Monaten ausgestellten Rechnungen beziehungsweise bis zu 100 Rechnungen pro Art und angemeldetem Gewerbebetrieb beträgt.

Internationale Plattform für elektronische Rechnungen von EDICOM

Die elektronischen Rechnungen werden über die elektronischen Ausstellungssysteme (Sistemas de Emisión Electrónica/SEE) erstellt.

EDICOM stellt den Steuerzahlern eine Lösung für E-Rechnungen zur Verfügung, mit der alle Prozesse automatisiert und an die jeweiligen Anforderungen der SUNAT angepasst werden. Dieser Service wandelt die Daten in das verlangte XML-Format um, garantiert die Integrität durch die elektronische Signatur und übermittelt die Dokumente an die SUNAT.

Die Plattform von EDICOM ist für die Ausstellung elektronischer Dokumente an die SUNAT vorbereitet, kann diese an die Empfänger übermitteln und andererseits auch CPEs der Empfänger entgegennehmen. Die Übermittlung an die Empfänger kann auf elektronische Weise erfolgen, auch wenn sie nicht über eine EDI-Lösung verfügen. Die Lösung erkennt den Rechnungsempfänger und übermittelt das Dokument je nach Kunde über den notwendigen Kanal.

  • Empfänger mit einer Lösung für elektronische Rechnungen: Die Partner erhalten den elektronischen Zahlungsbeleg automatisch im von der SUNAT verlangten XML-Format, das durch die Lösung verarbeitet und in das betriebsinterne Managementsystem integriert werden kann.
  • Empfänger ohne Lösung für elektronische Rechnungen: Die Rechnung wird über den Service Business@Mail bereitgestellt. Es handelt sich um ein Webportal mit hohem Sicherheitsniveau, bei dem sich Empfänger einloggen können, um Rechnungen einzusehen und downzuloaden. Mit diesem System kann der Rechnungsaussteller die Ausstellung elektronischer Rechnungen und die Übermittlung an den Empfänger zur Gänze automatisieren.

Außerdem kann die Globale Plattform für E-Invoicing nicht nur E-Rechnungen ausstellen, die sich an die peruanischen Anforderungen anpassen. Sie ist für über 70 Länder der ganzen Welt eingerichtet. Das heißt, dass es sich um eine schrittweise umsetzbare, komplette Lösung für jedes multinationale Unternehmen handelt.

e-Invoicing in Peru

Plattform für e-Rechnungen

Eine umfassende Lösung, welche die Ausstellung von elektronischen Rechnungen in allen Ländern der Welt ermöglicht.

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