Deutschland: erste Schritte für den elektronischen Rechnungsaustausch B2G

Deutschland: erste Schritte für den elektronischen Rechnungsaustausch B2G

23/11/2016

Das Bundesministerium des Innern hat mit der allmählichen Einführung der elektronischen Rechnungsstellung begonnen, indem das sogenannte E-Rechnungs-Gesetz verabschiedet wurde, um die entsprechende EU-Richtlinie, die den elektronischen Rechnungsaustausch mit dem öffentlichen Sektor ab 2018 vorschreibt, in der nationalen Gesetzgebung umzusetzen.




Am 13. Juli hat das deutsche Bundeskabinett das E-Rechnungs-Gesetz beschlossen, das den elektronischen Rechnungsaustausch mit öffentlichen Verwaltungsbehörden vorsieht. Die vom Bundesministerium des Innern (BMI) geförderten Bestimmungen werden es ermöglichen, die EU-Richtlinie 2014/55/UE in der deutschen Gesetzgebung umzusetzen und so die Anforderungen der Europäischen Union hinsichtlich der elektronischen Rechnungsstellung an öffentliche Verwaltungsbehörden mit der Frist November 2018 zu erfüllen.

Auf diese Weise legt die deutsche Regierung eine gesetzliche Grundlage für die Normierung der Empfangs- und Verarbeitungsprozesse digitaler Rechnungen für öffentliche Verwaltungsbehörden fest. Der Entwurf sieht vor, dass sowohl die Länder als auch die Kommunalstellen die Fähigkeit haben sollen, eigene Richtlinien für E-Rechnungen auszuarbeiten, wobei sich diese an die nationalen Bestimmungen anpassen sollten, um die Interoperabilität zwischen den öffentlichen Verwaltungen zu fördern und die Anpassung für Lieferanten und Dienstleistungsanbieter zu vereinfachen.

Aufgabe des BMI ist es, technische Grundlagen festzulegen, um operative Aspekte über die elektronische Rechnungsbearbeitung zu detaillieren. Dieser Aufgabe widmen sich verschiedene Organismen und Kommissionen, die eigens dafür verantworltich gemacht wurden. Das European Committee for Standardization (CEN) wird den europäischen Standard der E-Rechnung für B2G veröffentlichen, der auf ein Modell semantischer Interoperabilität beruht, wobei gewisse Mindestinformationen vorgegeben werden, die jede elektronische Rechnung an eine europäische Verwaltungsbehörde beinhalten muss.


Zunehmende Tendenz, die nicht aufzuhalten ist

Die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung im Bereich der B2G-Beziehungen (Business to Government) ist für alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtend, Deutschland ist hier kein Einzelfall. Manche Länder wie Spanien, Portugal oder Italien haben bereits Systeme entwickelt, die die Nutzung dieser Technologien für Lieferanten oder Dienstleistungsanbieter bei Transaktionen mit dem öffentlichen Sektor erforderlich machen. Ein weiteres in diesem Sinne fortschrittliches Land ist Frankreich, wo 2017 ein Projekt für den Austausch von E-Rechnungen mit der öffentlichen Verwaltung anläuft. In diesen Fällen müssen die bereits funktionierenden Systeme an den semantischen Interoperabilitätsstandard des CEN angepasst werden.

Die ständige Beobachtungsstelle für den elektronischen Rechnungsaustausch – eine von EDICOM eingerichtete Arbeitsgruppe – analysiert die kontinuierlichen Fortschritte, die in diesem Sinne in Europa erzielt werden. Diese Analyse ermöglicht es der Internationalen Plattform für den elektronischen Rechnungsaustausch von EDICOM, die angebotenen Dienste in allen Ländern der Welt stets auf dem neuesten Stand zu halten.

Plattform für e-Rechnungen

Eine umfassende Lösung, welche die Ausstellung von elektronischen Rechnungen in allen Ländern der Welt ermöglicht.

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