2018: Schlüsseljahr für den elektronischen Rechnungsaustausch innerhalb der Europäischen Union

2018: Schlüsseljahr für den elektronischen Rechnungsaustausch innerhalb der Europäischen Union

23/11/2016

Die Richtlinie 2014/55/UE reguliert Aspekte im Zusammenhang mit dem elektronischen Rechnungsaustausch im öffentlichen Auftragswesen. Diese Richtlinie stellt die Entwicklung eines europäischen Standards in den Mittelpunkt, der die “semantische Interoperabilität” für alle innerhalb der Europäischen Union ausgestellten Rechnungen garantieren soll.




2018 ist in der Europäischen Union das Jahr der elektronischen Rechnung. Es wird erwartet, dass bis zu diesem Zeitpunkt die E-Rechnung massiv verwendet wird gemäß den Zielen der Richtlinie 2014/55/UE, welche die EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, ab 2018 elektronische Dokumente im öffentlichen Auftragswesen zu verwenden. Diese Initiative vereinfacht mit der Entwicklung eines gemeinsamen interoperablen Standards grenzüberschreitende Handelsbeziehungen.

Von den 30 Billionen E-Rechnungen, die laut eines Berichts von Billentis im Jahre 2016 ausgetauscht werden sollen, werden 8 Billionen in Europa bearbeitet, wobei der Großteil davon (5 Billionen) zwischen Unternehmen und dem öffentlichen Sektor ausgetauscht werden. Es fehlt zwar noch einige Zeit, bis der elektronische Rechnungsaustausch gesetzlich verpflichtend ist, doch in einigen Ländern wurde die Verwendung von E-Rechnungen im B2G-Bereich bereits eingeführt.


Das Fehlen einer gemeinsamen Norm

Spanien, Italien, Portugal oder Frankreich verfügen bereits über eine Gesetzgebung für elektronische Rechnungen im B2G-Bereich. Jedes Land hat ein Modell mit unterschiedlichen technischen Eigenschaften und Anforderungen definiert, in manchen Ländern gibt es sogar regionale Besonderheiten. Das Problem dabei ist, dass – wie auch die Richtlinie 2014/55/EU festhält – “kein Modell vorrangig ist und es der Mehrheit an Interoperabilität mangelt”.

Die Vielfalt der Standards kann zu Schwierigkeiten bei internationlen Handelsbeziehungen führen. Aus diesem Grund haben das Europäische Parlament und der Europäische Rat die Richtlinie 2014/55/UE beschlossen, in der festgelegt wird, dass das Europäische Komitee für Normung (CEN) bis zum 27. Mai 2017 einen europäischen Standard zu entwickeln hat.


Die europäische Richtlinie über den elektronischen Rechnungsaustausch

Das CEN hat noch keine Information über die Fortschritte dieses Standards veröffentlicht. In der Richtlinie werden jedoch sieben grundlegende Aspekte genannt, die erfüllt werden müssen:

  • Der Standard muss technologisch neutral sein.
  • Er muss kompatibel mit internationalen Standards für E-Rechnungen sein.
  • Der Schutz personenbezogener Daten muss gemäß der entsprechneden europäischen Richtlinie gegeben sein.
  • Die in der Richtlinie 2006/112/CE festgelegten Bestimmungen müssen berücksichtigt werden.
  • Die Einführung praktischer, einfach verwendbarer, flexibler und rentabler Systeme für E-Rechnungen wird gefördert.
  • Besondere Bedürfnisse der klein- und mittelständischen Betriebe, der nachgeordneten Auftraggeber und der Auftragsbehörden sind zu berücksichtigen.
  • Das Modell kann auch für Handelstransaktionen zwischen Unternehmen verwendet werden.

Die Umsetzung der Richtlinie 2014/55/UE

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind verpflichtet, diese europäische Richtlinie in der nationalen Gesetzgebung umzusetzen und die E-Rechnung in Handelsbeziehungen mit dem öffentlichen Sektor vor dem 27. November 2018 einzuführen.

In manchen Fällen gibt es die Möglichkeit, diese Frist bei nachgeordneten Behörden und Auftraggebern um bis zu 30 Monate nach der Veröffentlichung der Europa-Norm, die für Mai 2017 geplant ist, zu verlängern.

Sobald die Verwendung der B2G Rechnung in der Europäischen Union verbreitet ist, erwartet man Kostenersparnisse von bis zu 2,3 Billionen Euro.

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